Was kostet eine Website in der Schweiz? (2026)
Ein OnePager ab CHF 3’000, eine klassische KMU-Website CHF 6’000–15’000. Was den Preis treibt, was du selbst liefern musst, was nach dem Launch läuft — und wann eine Website die falsche Antwort ist.
Ein OnePager beginnt bei rund CHF 3’000. Eine klassische KMU-Website mit fünf bis zehn Seiten liegt zwischen CHF 6’000 und 15’000. Alles mit Login-Bereichen, Mehrsprachigkeit oder Anbindung an bestehende Systeme startet bei CHF 20’000. Das sind unsere eigenen Preisstufen, keine Marktumfrage.
Diese Zahlen findest du in ähnlicher Form bei jedem Schweizer Anbieter. Interessanter ist, was in keiner dieser Übersichten steht: welchen Anteil du selbst beisteuern musst, was das an Zeit kostet — und woran Projekte tatsächlich teuer werden.
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Die kurze Antwort
Grösse | Wofür | Dauer | Investition |
|---|---|---|---|
OnePager | Eine Seite, eine Botschaft | ~2 Wochen | ab CHF 3’000 |
Klassische Website | Fünf bis zehn Seiten mit CMS | 4–6 Wochen | CHF 6’000–15’000 |
Komplexe Website | Logins, Mehrsprachigkeit, Systemanbindung | ab 8 Wochen | ab CHF 20’000 |
Zur Einordnung: Schweizer Agentur-Stundensätze liegen zwischen CHF 150 und 250. Der Markt reicht nach unten bis rund CHF 800 für einen Baukasten-OnePager und nach oben weit über CHF 30’000 für Shops und Rebrandings. Wir liegen bewusst nicht am unteren Rand — was das bringt, steht in Abschnitt 02.
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Was den Preis wirklich treibt
Nicht die Anzahl Seiten. Zehn Seiten nach demselben Muster kosten kaum mehr als fünf. Teuer wird, was Logik braucht:
Faktor | Warum er kostet |
|---|---|
Mehrsprachigkeit | Verdoppelt Inhalt, Pflege und Tests — und braucht saubere URL-Struktur, damit Google beide Sprachen versteht |
Logins und Rollen | Sobald jemand sich anmeldet, kommen Rechte, Datenschutz und Sicherheitsfragen dazu |
Anbindung an bestehende Systeme | CRM, ERP, Buchungssystem: jede Schnittstelle ist ein eigenes kleines Projekt |
Individuelle Funktionen | Konfiguratoren, Rechner, Filterlogik — alles, was es fertig nicht gibt |
Menge und Zustand der Inhalte | Zweihundert bestehende Seiten migrieren ist Arbeit, unabhängig vom Design |
Gestaltungstiefe | Eigene Bildsprache, Illustrationen, Animationen statt Vorlage |
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Der Posten, den keine Offerte zeigt
Hier liegt der eigentliche Unterschied zwischen einem Projekt, das in sechs Wochen live geht, und einem, das sich über ein halbes Jahr zieht: deine eigene Zeit.
In keiner Preisübersicht steht, was du beisteuern musst. Dabei ist das erfahrungsgemäss der grösste Zeitfaktor — nicht die Entwicklung. Grobe Grössenordnungen aus unseren Projekten:
Was von dir kommt | Typischer Aufwand | Was passiert, wenn es fehlt |
|---|---|---|
Texte | Der grösste Brocken. Für eine klassische Website mehrere Tage verteilt über Wochen | Das Projekt steht. Platzhaltertexte gehen nie live |
Bilder | Ein halber Tag Auswahl, plus ggf. ein Fototermin | Stockbilder, die aussehen wie bei allen anderen |
Freigaben | Kurz, aber terminkritisch | Jede Verzögerung schiebt den Launch um dieselbe Zeit |
Eine Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis | Laufend, ein bis zwei Stunden pro Woche | Rückfragen bleiben liegen, Entscheidungen werden zweimal getroffen |
Wer das einplant, spart mehr Geld als durch jede Verhandlung über den Angebotspreis. Wer Texte extern schreiben lässt, sollte das als eigenen Posten budgetieren statt als Überraschung erleben.
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Was nach dem Launch läuft
Der Angebotspreis ist einmalig. Eine Website ist es nicht. Drei Posten kommen dazu:
- Betrieb — Hosting, Domain, Zertifikate. Bei einer statisch ausgelieferten Seite deutlich günstiger als bei einer, die für jeden Aufruf eine Datenbank befragt.
- Wartung — Sicherheitsupdates und Abhängigkeiten aktuell halten. Bei WordPress mit vielen Plugins der grössere Posten, bei einem schlanken Stack der kleinere.
- Weiterentwicklung — neue Seiten, neue Funktionen. Der einzige freiwillige Posten, und der einzige, der wirklich etwas bringt.
Wer Offerten vergleicht, sollte für alle drei nach einer Zahl über drei Jahre fragen. Ein günstiger Bau mit teurem Unterhalt ist nach zwei Jahren die teurere Variante. Bei uns steht diese Zahl im Angebot, nicht im Kleingedruckten.
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Wann eine Website die falsche Antwort ist
Wir bauen Websites. Trotzdem raten wir regelmässig zu etwas Kleinerem oder zu gar nichts:
- Deine Kunden kommen über Empfehlung, und du bist ausgelastet. Dann ist eine Website ein Visitenkarten-Ersatz — ein OnePager genügt, und der Rest des Budgets ist woanders besser aufgehoben.
- Das Angebot ist noch nicht klar. Eine Website friert ein, was du heute sagst. Wenn sich das in drei Monaten ändert, zahlst du zweimal.
- Niemand pflegt sie danach. Eine Seite mit „News" von vorletztem Jahr schadet mehr, als sie nützt. Dann lieber bewusst statisch bauen und keinen Blog versprechen.
- Die bestehende Seite ist langsam und hässlich, aber sie bringt Anfragen. Dann ist der Relaunch ein Risiko. Erst messen, was funktioniert, dann anfassen.
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Wie du den Preis beeinflusst
- Inhalte früh liefern. Der wirksamste Hebel überhaupt, und er kostet nichts ausser Disziplin.
- Kleiner starten. Eine Seite, die live ist und wächst, schlägt eine perfekte, die in der Abstimmung hängt. Was in Phase zwei kann, gehört in Phase zwei.
- Fixpreis nach dem Konzept, nicht davor. Vorher ist jede Zahl geraten; nachher ist sie belastbar, und das Risiko liegt beim Anbieter.
- Bestehendes behalten. Wenn Domain, Hosting oder Buchungssystem funktionieren, bleiben sie. Eine Schnittstelle ist billiger als eine Ablösung.
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Woher diese Zahlen kommen
Die Preisstufen entsprechen eins zu eins dem, was auf unserer Leistungsseite steht — nachzulesen unter Websites. Wie sich das zu einem OnePager, einer klassischen Site und einer komplexen Plattform verhält, kannst du an drei echten Projekten nachsehen: Säntis Bau (OnePager), Stieger Ofenbau (klassisch) und Lüchinger Metallbau (verknüpfte Collections, Form-Builder, eigenpflegbar). Wenn dein Vorhaben eher Software als Website ist, steht die Rechnung dafür in „Was kostet Individualsoftware in der Schweiz?".
Stand: August 2026. Wir aktualisieren diesen Artikel jährlich.
Häufige Fragen
Was uns dazu am häufigsten gefragt wird.
Für ein KMU liegt der übliche Rahmen bei CHF 3’000 für einen OnePager bis CHF 15’000 für eine klassische Website mit CMS. Mit Logins, Mehrsprachigkeit oder Systemanbindung beginnt es bei CHF 20’000. Schweizer Agentur-Stundensätze liegen zwischen CHF 150 und 250.
Weil „Website" alles heissen kann: eine Vorlage mit ausgetauschten Texten oder ein eigens gebautes System mit CMS, Schnittstellen und messbarer Ladezeit. Vergleichbar wird es erst, wenn beide Offerten dieselbe Leistung beschreiben — und wenn die laufenden Kosten für drei Jahre mit drin stehen.
Texte, Bilder, Freigaben und eine Ansprechperson, die entscheiden darf. Texte sind erfahrungsgemäss der grösste Zeitfaktor im ganzen Projekt — grösser als die Entwicklung. Wer sie extern schreiben lässt, sollte das als eigenen Budgetposten einplanen.
Drei Posten: Betrieb (Hosting, Domain, Zertifikate), Wartung (Sicherheitsupdates) und Weiterentwicklung. Die ersten beiden sind planbar, der dritte ist freiwillig. Lass dir für alle drei eine Zahl über drei Jahre geben, bevor du Offerten vergleichst — ein günstiger Bau mit teurem Unterhalt ist schnell die teurere Variante.
Für eine Visitenkarte ohne Anspruch an Ladezeit, Struktur oder Auffindbarkeit: ja. Sobald du etwas willst, das der Baukasten nicht vorsieht, bricht es an derselben Stelle — und der Wechsel kostet dann mehr als der Unterschied am Anfang.
OnePager rund zwei Wochen, eine klassische Website vier bis sechs, komplexe Projekte ab acht Wochen. Entscheidend ist nicht die Bauzeit, sondern wie schnell Inhalte und Freigaben kommen.
Nach dem Konzept ja. Davor wäre jede Zahl geraten. Sobald Struktur, Umfang und Funktionen stehen, bekommst du einen Fixpreis oder einen klaren Aufwandsrahmen — und ab da trägt das Risiko der Anbieter, nicht du.